WARUM NATUR GUT TUT

Unsere Psyche braucht von Zeit zu Zeit als Ausgleich zur sachlichen, technisierten und uns oft überfordernden Welt die Möglichkeit, wieder eins zu werden mit einer natürlichen Umwelt und die Chance, sich an ihren Ressourcen zu regenerieren. Die Natur bietet im wahrsten Sinne des Wortes eine der natürlichsten Arten, innerlich aufzutanken. In der Natur fühlt sich der Mensch, da er selbst ein Teil von ihr ist, wohl.
Die Natur bietet im wahrsten Sinne des Wortes eine der natürlichsten Arten innerlich aufzutanken. In ihr fühlt sich der Körper wohl, da er selbst ein Teil von ihr ist und in ihr seine Heimat hat.

Die Kraft harmonischer Schönheit. Natürliche Schönheit ist eine Schönheit, die keineswegs perfekt, aber zeitlos ist, und von allem ausgeht, was lebt. Und Schönheit wirkt für unsere innere Befindlichkeit, immer dann heilend, wenn sie der Ausdruck eines harmonischen Gleichklangs ist. Denn Harmonie wirkt heilend. Das bestätigen weltweit Mediziner und Psychologen, die sich mit der Beziehung zwischen Immunsystem, Psyche und Nervensystem beschäftigen. Die Seele lebt von Harmonie: von harmonischen Bildern, harmonischen Klängen, harmonischen Gefühlen. Und nirgendwo gibt es mehr davon als in der Natur. Beim Wandern durch blühende Wiesentäler, an einem Bach in der Tiefe des Waldes, beim Anblick eines Sonnenaufgangs am Meer oder vor einem blühenden Mandelbaum stehend.

Die Wirkung der Weite. Ein weiter Ausblick erweitert auch die eigene Wahrnehmungsperspektive. Mit dem Weit-blick gewinnt man auch wieder den Überblick über die eigene Lebenssituation, und nicht selten führt diese erweiterte Perspektive auch zu neuen kreativen Ideen für das private wie für das berufliche Leben. Natur macht auch kreativ, die meisten kreativen Einfälle habe ich in der freien Natur.

Die Kraft des Lichtes. Wie wichtig das Sonnenlicht für unsere Stimmung ist, zeigt schon die traurige Tatsache, dass in fast allen nordischen Ländern Millionen von Menschen im Spätherbst und Winter unter depressiven Gefühlen leiden, von Medizinern kurz als SAD, saisonal abhängige Depression, bezeichnet. Erschöpfung, Niedergeschlagenheit, geringe Leistungsfähigkeit und vor allem ein überhöhtes Schlafbedürfnis sind die auffälligsten Symptome, häufig begleitet von Heißhunger auf Kohlehydrate und Gewichtszunahme. Die verantwortliche Schaltzentrale in uns ist die lichtempfindliche Zirbeldrüse. Je weniger Licht ihr gemeldet wird, desto stärker kurbelt sie die Produktion des Schlafhormons Melatonin an. Melatonin wiederum hemmt die Ausschüttung der Geschlechtshormone, die unsere so genannten Frühlingsgefühle bewirken. Sonnenlicht dagegen verstärkt nicht nur die Produktion der wichtigsten Aufbaumoleküle für lebende Organismen, Melanin und Neuromelanin, sondern auch der „Gute-Laune-Hormone“ Serotonin und Dopamin. Das natürliche Tageslicht hat also eine signifikante Auswirkung auf unser Gehirn, die biochemischen Prozesse in unserem Körper und unsere Stimmung. Je mehr natürliches Sonnenlicht wir empfangen (natürlich in hautverträglicher Form), umso besser geht es uns. Wer im Freien genügend natürliches Sonnenlicht tankt, sorgt auf leichtere und bessere Weise für seine seelische Verfassung.

Die heilende Wirkung der Farben. In der Natur wirken hauptsächlich die Farben Blau und Grün. Seit der Antike ist wiederholt die beruhigende Wirkung von blauem Licht festgestellt worden. Sicher haben auch Sie schon erfahren, wie gut es tut, in das tiefe Blau des Himmels, des Meeres oder eines Sees zu blicken. Genauso kann ein Spaziergang in der grünen Natur und im Wald wahre Wunder wirken.

Der Zauber des Wassers. Am Meeresstrand auf die weite Wasserfläche zu schauen, dem Rauschen der Brandung zu lauschen oder einem plätschernden Gebirgsbach zu folgen, gehört wohl zu den beruhigendsten und erquickendsten Erfahrungen, die die Natur uns bieten kann. Überhaupt hat Wasser, und sei es auch nur als kleiner Teich oder als Springbrunnen, eine positive Wirkung auf uns. Nicht umsonst finden sich solche Wasseranlagen in fast allen Park- und Gartenlandschaften der verschiedensten Kulturen in Ost und West. Auch das Schwimmen im Wasser, das Tauchen in der lautlosen Tiefe des Meeres oder das Gleiten mit einem Segelschiff oder Surfbrett über die Wellen schafft eine noch intensivere Verbindung mit diesem Element. Und so mancher erfährt: Wasser reinigt nicht nur den Körper, sondern auch die Seele!

Wohltuende Klänge. Nicht nur das Rauschen fließenden Wassers, sondern auch manch andere angenehme Geräusche begegnen uns in der Natur: das Wehen des Windes in den Bäumen, das Wiehern eines Pferdes, das Schnurren einer Katze und vor allem das Zwitschern der Vögel im Wald, für viele eine Art Seelenkonzert – zeitlose Klänge der Natur. Gerade als Gegensatz zur permanenten Geräuschkulisse unseres Alltages ist vor allem die Stille in der Natur ein wertvoller Ausgleich, der auch in uns wieder Ruhe entstehen lässt. Ist es Ihnen im Gebirge oder mitten in einem dichten Wald auch schon einmal so vorgekommen, “als könne man die Stille hören”? Dabei muss es gar keine völlige Stille sein – selbst wenn sie bisweilen durch leises Rauschen, Wehen oder Zwitschern durchdrungen wird: Entscheidend ist, dass es keine künstlichen Geräusche von irgendwelchen technischen Geräten sind, sondern die heilsamen Klänge der Natur.

Futter für alle Sinne. Neben Augen und Ohren kann die Natur auch für unsere anderen Sinne ein wahres Paradies sein. Man beginnt, die Luft zu schmecken, den würzigen Duft des Herbstwaldes zu riechen, den frischen Wind im Gesicht zu spüren oder im Gehen den weichen Wiesenboden zu fühlen. Der ganze Körper erwacht, wenn wir die uns umgebende Natur plötzlich viel intensiver wahrnehmen. In unserer modernen technisierten Welt verkümmern unsere Sinne oft zu sekundären Instrumenten, und wir reduzieren unsere Wahrnehmung der Welt meist auf das Sehen und Hören.
Tanken Sie die Seele ganz natürlich auf und holen Sie die Kräfte der Natur wieder in Ihr Leben!

Bewegen heißt leben und …

… „leben heißt lernen von der Natur“

(Verfasser unbekannt)

  • Von der Sonne lernen – zu erwärmen.
  • Von den Wolken lernen – zu schweben.
  • Vom Wind lernen – Anstöße zu geben.
  • Von den Vögeln lernen – Höhe zu gewinnen.
  • Von den Bäumen lernen – standhaft zu sein.
  • Von den Blumen – das Leuchten lernen.
  • Von den Steinen – das Bleiben zu lernen.
  • Von den Blättern im Herbst – das Loslassen lernen.
  • Vom Regen lernen – sich zu verströmen.
  • Von der Erde lernen – sich zu verändern.
  • Vom Mond lernen – sich zu verändern.
  • Von den Sternen lernen – dass das Leben immer weitergeht,
  • immer von neuem beginnt.